Sterneprojekt

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Die Schule Durach legt seit vielen Jahren Wert auf die Berufsvorbereitung großen ihrer Schüler. Wir möchten den Schülern noch mehr Möglichkeiten an die Hand geben, den richtigen Beruf für sie zu finden. Durch das Sterneprojekt erhalten sie Einblicke in die angebotenen Berufe und können besser entscheiden, wo ihre Stärken und Schwächen liegen, für welchen Beruf sie geeignet sind.

Das Projekt: „Wir greifen nach den Sternen“

Die Schüler haben auf freiwilliger Basis die Möglichkeit in ihrer Freizeit die verschiedenen Kurse zu besuchen. Kurszeiten sind Montag – Freitag am Nachmittag; am Samstag am Vormittag. Insgesamt können pro Firma drei Sterne erreicht werden. Diese Dreiteilung bietet wesentlich intensivere Einblicke in den Beruf, als die Schüler in einem normalen Praktikum haben. Im ersten Kurs erlernen sie zunächst theoretische und praktische Grundlagen und haben Einblicke in den Berufsalltag. Die Kurse bauen aufeinander auf und werden von Stern zu Stern anspruchsvoller.

Die Schüler haben, bevor sie den jeweiligen Stern erhalten eine mündliche, schriftliche oder praktische Prüfung. Haben die Schüler den Kurs bestanden, erhalten sie ein Zertifikat mit den vermittelten Inhalten, das sie ihrer Bewerbung beifügen sollen, und somit zeigen können, dass sie sich zusätzlich in ihrer Freizeit engagiert haben, gefestigte Grundlagen in dem jeweiligen Berufsfeld erlangt haben und sich informiert haben. Auf Schlüsselqualifikationen, wie Benehmen, Höflichkeit, Pünktlichkeit und wie sehr jemand bemüht ist, wird dabei großen Wert gelegt.

 


Im Unterschied zu den „normalen“ Praktikas ist ein Mitarbeiter (Meister oder Geselle) der jeweiligen Firma ausschließlich mit unseren Schülern beschäftigt. Dadurch sind diese Kurse sehr intensiv und hocheffizient. Finanziert wird das Projekt zu 50 % von der Bundesagentur für Arbeit. Für die zweite Hälfte bürgt die Gemeinde Durach. Finanziert wird die Summe aus:

Praxis in der Hauptschule

Firmen

erhöhte Gastschulbeiträge der beteiligten Gemeinden

Gemeinde Durach


Beide Seiten profitieren von der Zusammenarbeit. Für die Betriebe ist es eine weitere Chance zukünftige Azubis bereits im Vorfeld zu testen. Nach den ersten 9 Monaten können wir zusammen mit den Firmen eine äußerst positive
Bilanz ziehen. Nur einige Beispiele:

1.

Die Mercedes-Vertretung in Kempten war begeistert über die ungewöhnlich großen Vorkenntnisse (im Bereich Mechanik und Elektronik) einer unserer Schüler im normalen 1-wöchigen Praktikum (Mechatroniker). Dieser Schüler hatte zuvor im Sternprojekt bei der Firma Liebherr bereits 2 Sterne erworben.

2.

Der Filialleiter einer unserer 4 teilnehmenden Feneberg-Filialen „entdeckte“ einen möglichen weiblichen Auszubildenden, den man Zitat: „..nur alle 10 Jahre bekommt!“. Dieses Mädchen wäre aber auf Grund ihrer Noten niemals für eine Lehrstelle in Frage gekommen. Da die Schülerin bis zum 3. Stern insgesamt 16 Wochen bei der Firma gearbeitet hatte, konnte sie ihre Talente selbst entdecken
und auch zeigen. Außerdem beweisen diese Schüler über einen solch langen Zeitraum und 3 kleineren Prüfungen, dass sie über das notwendige Durchhaltevermögen verfügen.

Durch die positive Resonanz, auch die gute Presse, treten mittlerweile auch Firmen mit der Bitte sich an unserem Projekt beteiligen zu können an uns heran, die normalerweise keine Volksschüler ausbilden würden z.B. Notariate (Notariatsfachkraft), Zahnlabor (Zahntechniker) und IT-Firmen (Computerfachkraft). Die Schüler können sich unabhängig von ihren Noten für die Kurse bewerben. Es zählt nur die Leistung im Projekt.

 

 

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